Mango-Koalition: Soziale Staffelung bleibt Kern der Münchner Kitapolitik

Die Mango-Koalition aus Grünen-Rosa Liste, SPD und FDP/Freie Wähler bekennt sich klar zu sozial gerechten Kita-Gebühren in München. Für die Koalition ist dabei entscheidend: Familien mit kleinen und mittleren Einkommen sollen weiterhin entlastet werden. Bereits heute sind fast die Hälfte aller Kinder in München beitragsfrei betreut. Auch in Zukunft werden Familien mit schmalem Geldbeutel keine Beiträge zahlen müssen. 

Bei städtischen Einrichtungen richtet sich die Höhe möglicher Beiträge weiterhin nach dem Einkommen der Familien. Zudem bleiben Geschwisterermäßigungen bestehen; das dritte Kind bleibt weiterhin beitragsfrei. Auch die Kosten für das Kita-Essen können weiterhin über das Bildungs- und Teilhabepaket (BuT) übernommen werden.

Die Entscheidung des Freistaats Bayern, den bisherigen Beitragszuschuss für Kindergartenkinder in Höhe von 100 Euro pro Monat ab dem 1. Januar 2027 einzustellen, zwingt die bayerischen Städte und Gemeinden jedoch zu einer Reaktion. Durch weggefallene Zuschüsse und weitere Kostensteigerungen entsteht für die Kommunen eine erhebliche Finanzierungslücke. Eine angemessene Gegenfinanzierung durch den Freistaat ist bisher nicht in Sicht. 

Die Mango-Koalition betont zugleich, dass vor jeder Gebührenanpassung natürlich die Elternvertretungen angehört werden. Ziel bleibt eine sozial gerechte, verlässliche und qualitativ hochwertige Kinderbetreuung in München.

Ich äußere mich so:

„Uns ist bewusst, dass jede Veränderung bei Gebühren viele Familien bewegt. Deshalb bleibt unser Grundsatz: Starke Schultern müssen mehr tragen, während Familien mit kleinen und mittleren Einkommen weiterhin entlastet werden.“

Lena Odell, bildungspolitische Sprecherin der SPD, sagt dazu:

„Auf die Betragsfreiheit im Kindergarten zu verzichten ist schmerzlich. Es ist bedauerlich, dass uns die Unterfinanzierung der Kommunen zu diesem Schritt zwingt. Trotzdem werden die Gebühren immer noch unter dem Niveau von 2018 bleiben. Das ist uns wichtig, weil München gerade für Familien eine teure Stadt ist. Deshalb sind auch die soziale Staffelung sowie der Geschwisterbonus sind jetzt umso wichtiger. Diese erhalten wir.“

Jörg Hoffmann, Vorsitzender der Fraktion FDP/Freie Wähler, äußert sich so:

„Der städtische Haushalt muss dringend saniert werden. Gebührensteigerungen in vielen Bereichen lassen sich daher kaum vermeiden. Trotzdem werden wir mit Augenmaß vorgehen und dafür sorgen, dass die Belastung für die Münchnerinnen und Münchner so klein wie möglich bleibt.“