Seit Jahren liegt an der Alramstraße die Baustelle eines privaten Investors brach. Das „Sendlinger Loch“ sorgt im Viertel für viel Ärger und bittere Scherze – und nun muss die Stadt auch noch finanziell in Vorleistung gehen. Denn weil die Baugrube voll Wasser steht und statisch gesichert werden muss, muss die öffentliche Hand zur Gefahrenabwehr einschreiten und dringende Arbeiten vornehmen. Darüber wird der Ausschuss für Stadtplanung und Bauordnung am kommenden Mittwoch debattieren und voraussichtlich zustimmen.
Natürlich muss die Stadt nun verhindern, dass in Sendling die umliegenden Häuser dauerhaft Schaden nehmen – oder es sogar gefährlich für Anwohnende wird. Die Kosten für diese „Ersatzvornahme“ kann die Stadt Eigentümer*innen in Rechnung stellen. Doch dieses wiederzubekommen ist für die Verwaltung aufwendig und langwierig.
Wir, die Fraktion Die Grünen – Rosa Liste – Volt, verweisen in diesem Zusammenhang erneut darauf, dass es nicht folgenlos bleiben darf, wenn Investoren ihr Bauland einfach jahrelang brach liegen lassen. Es braucht die sogenannte Grundsteuer C, die Immobilienunternehmen, die versprochene Wohnungen nicht bauen, in die Pflicht nimmt!
Das sage ich zum Sendlinger Loch:
„Ein Investor hat sich verzockt, nun springt erstmal die Stadt ein. So darf es einfach nicht laufen! Wir brauchen als Kommunen mehr Möglichkeiten, um auf bauunwillige Spekulanten Druck auszuüben. Das ,Sendlinger Loch‘ verlottert seit Jahren, weil der Eigentümer auf Zeit gespielt hat. In Hamburg hätte er dafür kräftig zahlen müssen: Wer dort sein Wohngrundstück brach liegen lässt, zahlt mehr Grundsteuer. Nicht zu bauen muss endlich auch in Bayern etwas kosten! Die Söder-Regierung weigert sich aber, das umzusetzen. Stattdessen fördert sie Spekulation mit Grundstücken – und verhindert so dringend benötigten Wohnraum.“
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